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Verkehrswissenschaft und Logistik an der Universität Hamburg

Seit Errichtung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Hamburg war es ein immer wieder betontes und dringendes Anliegen, sich im Bereich der Verkehrswissenschaft und der Verkehrspolitik in Forschung und Lehre zu erwei­tern. So kam es schließlich im Jahr 1942 zur Gründung einer verkehrswissen­schaftlichen Forschungseinrichtung unter dem Namen

Institut für Verkehrswissenschaft und Verkehrspolitik.

Der Aufbau des Instituts unter der Leitung von Prof. Dr. Schulz-Kiesow (1942-1945) litt von Anfang an unter der Mangelwirtschaft der Kriegszeit, die sich auch in den Nachkriegsjahren fortsetzte, als Prof. Dr. Bernhard Pfister (1945-1949) das Institut leitete. Auch die Versuche von Prof. Dr. v. Mühlenfels, Direktor des Institut von 1950-1958, den Personalbestand und den Sachetat des Instituts zu erhöhen, blieben erfolglos. So beschränkte sich die Arbeit des Instituts während dieser Zeit im Wesentlichen auf den akademischen Unterricht und die Herausgabe einer Schriftenreihe. Als Folge dieser Beschränkung erfolgte im Jahr 1953 eine Umbenennung in „Verkehrswissenschaftliches Seminar“, in dem auch Prof. Dr. Hans Ritschl mitwirkte.

Noch vor der Emeritierung von Prof. v. Mühlenfels im Jahr 1958 berief die Fakultät im Sommersemester 1957 Prof. Dr. Dr. Fritz Voigt zum Direktor des Verkehrswissen­schaftlichen Seminars. Bereits im Jahr 1961 wurde dann auch Prof. Dr. Harald Jürgensen in das Direktorium berufen, der nach der Berufung von Prof. Voigt an die Universität Bonn im Jahr 1964 die alleinige Leitung des Instituts übernahm.

Während dieser Jahre gelang es schließlich, den Personalbestand zu erweitern sowie die Bewilligung eines regelmäßigen Sachetats durchzusetzen. Weiterhin wurde eine verkehrswissenschaftliche Fachbibliothek aufgebaut und eine neue Schriftenreihe „Verkehrswissenschaftliche Forschungen“ herausgegeben. Mit Gründung einer „Gesellschaft zur Förderung der verkehrswissenschaftlichen Forschung e.V.“ im Jahr 1961 engagierte sich auch die Hamburger Verkehrswirtschaft am weiteren Aufbau der Forschungseinrichtung, welches daraufhin wieder in

Institut für Verkehrswissenschaft

umbenannt wurde.

Gleichzeitig wurde das Institut um eine betriebswirtschaftliche Abteilung erweitert und Prof. Dr. Helmut Diederich wurde im Jahr 1963 auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Verkehrsbetriebslehre berufen. Darüber hinaus konnten größere Räume im Neubau der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät im Von-Melle-Park bezogen werden, die eine Erweiterung der Institutsaktivitäten ermöglichten. Im Jahr 1970 folgte Prof. Diederich einem Ruf an die Universität Mainz und als Nachfolger wurde Prof. Dr. Horst Seelbach berufen.

Im betriebswirtschaftlichen Bereich vollzog sich inzwischen eine Entwicklung von der Verkehrsbetriebslehre zu den umfassenderen Fragestellungen der Logistik, die sich zu einer betrieblichen Querschnittsfunktion über die Bereiche Beschaffung, Produktion und Absatz entwickelte. Prof. Seelbach vertrat seit seiner Berufung diesen neueren betriebswirtschaftlichen Ansatz und gründete daraufhin im Jahr 1987 das

Institut für Logistik und Transport

welches er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 leitete.

Die Forschungsarbeiten dieses Instituts wurden seitdem in der Schriftenreihe „Logistik und Verkehr“ dokumentiert.

Im Zuge der Veränderungen der universitären Personalstruktur in den 70er Jahren wurde mit Prof. Dr. Dieter Aldrup die Leitung des Instituts für Verkehrswissenschaft im Jahr 1972 wieder erweitert. Im selben Jahr wurde Dr. Heiner Hautau mit seiner Ernennung zum Dozenten das Fachgebiet Regionalpolitik übertragen. Nach dem Tode von Prof. Dr. Aldrup im Jahr 1985 konnte diese Professur erst im Jahr 1993 mit der Berufung von Prof. Dr. Rainer Marggraf neu besetzt werden, der das Institut aber bereits wieder im Jahr 1994 durch einen Ruf an die Universität Göttingen verließ.

Nach der Emeritierung von Prof. Jürgensen im Jahr 1990 wurde dessen Lehrstuhl erst im Jahr 1993 mit der Berufung von Prof. Dr. Wolfgang Maennig neu besetzt, der seitdem auch die Funktion des Geschäftsführenden Direktors am Institut für Verkehrs­wissenschaft innehat. Prof. Dr. Heiner Hautau wurde nach dem Fortgang von Prof. Marggraf im Jahr 1995 das Fachgebiet Regional- und Verkehrswissenschaft übertragen, was er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2009 vertrat. Zugleich war er Stellvertretender Direktor des Instituts für Verkehrswissenschaft während dieses Zeitraums.

Die Nachfolge von Prof. Seelbach als Direktor des Instituts für Logistik und Transport trat im Jahr 2003 Prof. Dr. Hartmut Stadtler an, der damit einen Ruf von der  Technischen Universität Darmstadt auf den Lehrstuhl für Logistik an der Universität Hamburg folgte.

 
 
 
 





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